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Zwischen den Jahreszeiten: Der Trenchcoat kehrt zum Anzug zurück

Hockerty eröffnet sein Herbst/Winter-Lookbook 2026/27 mit vier maßgefertigten Begleitern für jene Wochen, in denen ein Sakko allein zu wenig und ein Wollmantel noch zu viel ist.

Übergangsmäntel werden gern über Jeans, T-Shirt oder Strick inszeniert. Dabei liegt ihre vielleicht eleganteste Aufgabe ganz woanders: Sie schließen die Lücke zwischen Anzug und Wintermantel. Mit Drop I des Lookbooks „Made to Keep“ rückt Hockerty genau diesen Moment in den Mittelpunkt – und zeigt zwei Trenchcoats sowie zwei Fieldjackets, die nach Maß gefertigt werden.

Es ist eine Garderobe für Tage, die kühl beginnen, mild enden und dazwischen einige stilistische Entscheidungen verlangen.

Der Trenchcoat als Teil des Anzugs

Im Zentrum stehen zwei Trenchcoats, die offen über dem Anzug getragen werden. Der marineblaue Zweireiher folgt einer langen, klassischen Silhouette. Kombiniert mit einem Doppelreiher aus reiner Schurwolle von Cerruti 1881 entsteht ein Look, der formell wirkt, ohne steif zu sein. Der Mantel ergänzt den Anzug, anstatt ihn hinter schweren Stofflagen verschwinden zu lassen.

Weicher präsentiert sich die anthrazitgraue Variante mit Gürtel. Ihre leichte Konstruktion und der locker gebundene Taillengürtel geben der Silhouette Bewegung. Sie formt nicht streng, sondern fällt selbstverständlich über das Sakko – ein Detail, das den gesamten Auftritt moderner erscheinen lässt.

Beide Modelle greifen eine Frage auf, die in der Männermode erstaunlich selten gestellt wird: Was trägt man über einem Anzug, solange ein klassischer Wollmantel noch nicht notwendig ist? Hockertys Antwort ist unaufgeregt und präzise. Der Trenchcoat wird nicht als funktionale Zugabe verstanden, sondern als integraler Bestandteil des Looks.

Fieldjackets für die informelleren Tage

Das lässigere Gegenstück bilden zwei Fieldjackets. Eine beige Version mit Revers sowie ein Modell mit klassischem Kragen lassen sich über Hemd oder feinem Strick tragen. Sie funktionieren zur Chino ebenso wie zur Anzughose und bewegen sich damit selbstverständlich zwischen Business, Alltag und Wochenende.

Ihre Stärke liegt gerade in dieser Offenheit. Die Fieldjackets müssen sich nicht eindeutig zwischen formell und informell entscheiden. Sie sind für jene Morgen gedacht, an denen eine zusätzliche Schicht willkommen ist – und für jene Mittage, an denen man sie bereits wieder über dem Arm trägt.

Kleidung, die bleiben soll

Der Titel „Made to Keep“ beschreibt mehr als die Ästhetik der Kollektion. Alle vier Modelle werden nach Maß gefertigt und können im 3D-Designer individuell konfiguriert werden. Schnitt, Maße und Details richten sich damit nicht nach einer standardisierten Konfektionsgröße, sondern nach ihrem späteren Träger.

Hockerty verbindet digitale Personalisierung mit den Prinzipien klassischer Schneiderkunst. Dahinter steht auch eine Idee von bewussterem Konsum: weniger Stücke zu kaufen, dafür solche, die passen, vielseitig kombinierbar sind und über eine Saison hinaus Bestand haben.

Drop I bildet den Auftakt zum mehrteiligen Herbst/Winter-Lookbook 2026/27. Im Fokus stehen zunächst jene Kleidungsstücke, die eine Saison begleiten, deren Wetter sich selten eindeutig entscheiden kann. Genau darin liegt ihre Relevanz: Sie machen den Übergang nicht nur tragbar, sondern zum eigentlichen Moment.

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