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Wo die Wellen verbinden

„Water, Get Enemy?“ zeigt eine Seite von Lagos, in der Surfen zu Gemeinschaft, Identität und Hoffnung wird.

Wer an Lagos denkt, hat meist das Bild einer pulsierenden Millionenmetropole vor Augen. Der Kurzfilm „Water, Get Enemy?“ des nigerianischen Fotografen und Filmemachers Daniel Obasi richtet den Blick jedoch auf einen Ort, der in internationalen Erzählungen über die Stadt kaum vorkommt: die Küste von Tarkwa Bay.

Dort begleitet Obasi eine Gruppe junger Surferinnen und Surfer, deren Alltag eng mit dem Atlantik verbunden ist. Was zunächst wie ein Film über eine Sportart wirkt, entwickelt sich zu einem eindringlichen Porträt über Gemeinschaft, Identität und die Kraft eines Ortes, der Menschen zusammenführt.

Surfen als Lebensgefühl

Für die jungen Menschen von Tarkwa Bay ist Surfen weit mehr als Freizeitbeschäftigung. Es ist ein Raum, in dem Freundschaften entstehen, Selbstvertrauen wächst und Perspektiven entstehen. Viele kennen sich seit ihrer Kindheit, teilen Erinnerungen an das Meer und unterstützen sich gegenseitig weit über das Surfen hinaus.

Obasi erzählt ihre Geschichten in ruhigen Bildern und persönlichen Gesprächen. Statt spektakulärer Wellen stehen die Menschen im Mittelpunkt – ihre Hoffnungen, ihre Herausforderungen und die Freiheit, die sie auf dem Wasser finden.

„Für die Surferinnen und Surfer von Tarkwa Bay ist das Wellenreiten nicht einfach ein Hobby – es ist eine Lebensweise, eine Quelle der Hoffnung und Ausdruck ihrer Identität.“
— Daniel Obasi

Eine andere Perspektive auf Lagos

Der Film eröffnet einen selten gezeigten Blick auf die nigerianische Metropole. Abseits von Verkehr, Tempo und urbaner Dichte erscheint der Atlantik als Ort der Heilung, der Begegnung und der Selbstentfaltung.

Gerade darin liegt die besondere Stärke von „Water, Get Enemy?“: Der Film erzählt keine Geschichte über Mangel oder Konflikte, sondern über Zugehörigkeit, Optimismus und die Fähigkeit junger Menschen, sich ihren eigenen Raum für Lebensfreude zu schaffen.

Es ist genau diese Perspektive, die den Kurzfilm weit über das Thema Surfen hinaus relevant macht. Er erinnert daran, dass Gemeinschaft oft dort entsteht, wo Menschen eine gemeinsame Leidenschaft teilen – unabhängig von Herkunft oder gesellschaftlichen Umständen.

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