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onomao: Ein farbiger Rand, ein offener Tisch

Mit der Geschirrserie Aberta bringt das Kölner Label onomao klare Formen und handgemalte Farbe an den Tisch. Gefertigt wird das Steinzeug in einer portugiesischen Manufaktur.

Ein blauer oder orangefarbener Pinselstrich am Rand: Viel mehr braucht Aberta nicht, um auf dem Tisch einen eigenen Charakter zu entwickeln. Die Geschirrserie von onomao öffnet sich konisch nach oben, wirkt standfest und bleibt in ihrer Gestaltung angenehm zurückhaltend. Ihr Name beschreibt diese Bewegung bereits: Aberta bedeutet auf Portugiesisch „offen“.

Acht grundlegende Produkte bilden die Kollektion. Gedacht sind sie für den täglichen Gebrauch – und damit für jene Mahlzeiten, die zwischen Terminen und Gewohnheiten manchmal allzu beiläufig stattfinden. Ein sorgfältig gedeckter Tisch kann ihnen etwas Aufmerksamkeit zurückgeben. Auch an einem ganz gewöhnlichen Dienstag.

Blau, Orange und die Linie dazwischen

Das gestalterische Prinzip von Aberta ist schnell erfasst: Eine reduzierte Form trifft auf einen handbemalten Rand. Die Farbe zeichnet die Öffnung der Gefäße nach und betont damit genau das Detail, das der Serie ihren Namen gibt.

Blau und Orange lassen sich dabei auch miteinander kombinieren. So entsteht Spielraum beim Decken: eine durchgehend blaue Linie, ein warmer orangefarbener Akzent oder beides nebeneinander. Der gemeinsame Formenkanon hält das Ensemble zusammen.

Gefertigt wird Aberta aus Steinzeug in einer Manufaktur in der Mitte Portugals. Der handbemalte Rand macht die handwerkliche Arbeit unmittelbar sichtbar. Gerade bei einer so klaren Gestaltung bekommt diese einzelne Linie Gewicht.

Von den Wellen zu den Werkstätten

Die Verbindung zu Portugal reicht bei den onomao-Gründern Arthur und Felix Wystrychowski weit vor die Gründung ihres Labels zurück. Beide Brüder, gemeinsam in München aufgewachsen, zog es schon früh zum Surfen ans Meer. Arthur wurde mehrfach Deutscher Meister im Wellenreiten und studierte später Landschaftsarchitektur in Berlin. Felix lebte mehrere Jahre in Portugal, ließ sich dort zum Koch ausbilden und absolvierte anschließend in Köln eine Ausbildung zum Grafiker.

2018 gründeten sie onomao. Ihre Suche führte sie zu kleinen portugiesischen Manufakturen, mit denen sie langfristig und auf Augenhöhe zusammenarbeiten wollten. Heute entstehen dort das Geschirr und die Wohnaccessoires des Kölner Interiorlabels.

Die unterschiedlichen Erfahrungen der Brüder geben dem Projekt einen nachvollziehbaren Hintergrund: Kochen, Gestaltung, Räume und eine über Jahre gewachsene Nähe zu Portugal. Am Tisch kommen diese Interessen zusammen.

Für den nächsten gemeinsamen Abend

Vier Geschirrkollektionen gehören zum Sortiment von onomao. Traditionell, Klassik und Aberta bestehen aus Steinzeug; Pura ist die einzige Porzellankollektion des Labels. Jede setzt einen anderen gestalterischen Schwerpunkt – vom steilen Tellerrand bei Traditionell bis zum Zusammenspiel matter und glänzender Oberflächen bei Pura.

Aberta konzentriert sich auf wenige Mittel: die sich öffnende Form, das robuste Material und die farbige Kontur. Daraus entsteht Geschirr, das sich leicht in den Alltag einfügt und dem gedeckten Tisch dennoch etwas Eigenes gibt.

Vielleicht liegt darin sein Reiz. Die Stücke müssen auf keinen besonderen Anlass warten. Der nächste gemeinsame Abend reicht.

Weitere Informationen: onomao.com

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