Die französische Schauspielerin über Kreativität, Intuition und die unsichtbaren Welten, die ihren Blick prägen – und ihre Rolle als künstlerische Leiterin von Oh La La! bei der Art Basel Paris 2026.
Die Natur folgt ihren eigenen Rhythmen, ihrer eigenen scheinbaren Unordnung. Philippine Leroy-Beaulieu fühlt sich darin zu Hause. Im Gewächshaus des Pariser Jardin des Plantes spricht die Schauspielerin über Schönheit, künstlerische Freiheit und jene Dinge, die wir spüren, ohne sie ganz zu verstehen.
International bekannt als Sylvie Grateau aus Emily in Paris, wuchs Leroy-Beaulieu in Rom auf, umgeben von den Künstlerfreunden ihrer Eltern. Eine Kindheit, die ihre Neugier und ihren Sinn für Freiheit förderte – und bis heute ihren Blick auf die Welt prägt.
„Ich tue mir schwer mit einer Welt, die zu starr und standardisiert ist“, erzählt sie NOWNESS. „Für mich ist das Leben etwas viel … Wellenförmigeres.“
Raum für das Unerwartete
Als künstlerische Leiterin der diesjährigen Initiative Oh La La! bei der Art Basel Paris bringt Leroy-Beaulieu diese Offenheit in die Galerieräume. Das zweitägige Programm lädt Galerien dazu ein, ihre Messestände neu zu gestalten und mit anderen Werken neue Perspektiven und Gespräche anzustoßen.
Unter dem Thema Myths and Legends präsentieren 45 Galerien Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Nina Childress, Leonora Carrington, Ed Ruscha und Diedrick Brackens.
Was Leroy-Beaulieu an Kunstschaffenden fasziniert, ist ihre Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, das über das eigene Verständnis hinausgeht. Sie beschreibt eine Offenheit gegenüber dem Unbekannten – und die Fähigkeit, vertraute Sichtweisen durch neue Erfahrungen infrage stellen zu lassen.
Ein Gespür für das Unsichtbare
Zwischen den Pflanzen kehren ihre Gedanken zur Natur zurück: zur Ordnung in deren scheinbarem Chaos und zu Verbindungen, die sich dem Auge entziehen und dennoch spürbar werden. Intuition und plötzliche Eingebungen lenken ihre Aufmerksamkeit.
„Die andere Welt, die unsichtbare Welt, zieht immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich“, sagt sie. „Ich weiß, dass sie existiert; ich brauche dafür nicht einmal einen Beweis.“
In dieser Folge von Inner Worlds zeichnet NOWNESS das persönliche Porträt einer Schauspielerin, deren Neugier weit über die Leinwand hinausreicht – bis in jenen schwer greifbaren Bereich, in dem Empfindung zu Vorstellungskraft wird.
Über NOWNESS
NOWNESS ist ein globaler Videokanal für Kunst, Design, Mode, Musik, Kultur und Reisen, der mit etablierten und aufstrebenden Filmschaffenden zusammenarbeitet.







