Mit Brezza Relax Indoor bringt S-CAB einen Entwurf von Alessandro Stabile vom Außenraum ins Interior. Aus einem Loungesessel wird dabei ein modulares System, das zeigt, wie selbstverständlich sich die Grenzen zwischen drinnen und draußen inzwischen verschieben.
Es gab eine Zeit, da ließ sich ziemlich genau sagen, welches Möbelstück wohin gehörte. Der schwere Polstersessel ins Wohnzimmer, die robuste Sitzgruppe auf die Terrasse. Heute verliert diese Trennung zunehmend an Bedeutung. Wohnräume öffnen sich nach außen, Terrassen werden zu Wohnzimmern unter freiem Himmel – und Möbel beginnen, sich zwischen diesen Welten zu bewegen.

Brezza Relax Indoor von S-CAB ist ein schönes Beispiel für diese neue Freiheit.
Die von Alessandro Stabile entworfene Kollektion entstand ursprünglich für den Außenbereich. Nun zieht sie nach drinnen – ohne dabei ihren entspannten Charakter abzulegen.
Vom Outdoor-Sessel zum Interior-System
Das Prinzip bleibt bewusst erhalten: klare Linien, großzügige Proportionen und große, weiche Kissen, die weniger nach formeller Sitzordnung als nach Zurücklehnen aussehen.


Für die Indoor-Version wurde Brezza Relax jedoch weitergedacht. Recycelbare Stoffe verleihen den Polstern eine Haptik und Optik, die auf Wohnräume abgestimmt ist. Aus dem ursprünglichen Lounge Chair entwickelt S-CAB damit ein Möbel, das seine Herkunft nicht verleugnet und trotzdem selbstverständlich im Interior funktioniert.
Dahinter steht eine größere Idee: Möbel nicht länger ausschließlich für einen bestimmten Ort zu entwerfen, sondern als anpassungsfähige Systeme, deren Charakter sich über Materialien, Oberflächen, Bezüge und Konfiguration verändern lässt.
Ein Sofa ohne starre Regeln
Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Erweiterung der Kollektion. Brezza Relax Indoor ist nicht einfach nur ein Sessel, der nun auch in Stoff für Innenräume angeboten wird. Das Konzept wächst zu einem modularen System.
Ein neues Armlehnen-Element ermöglicht Sofakonfigurationen mit unterschiedlich vielen Sitzplätzen. Dazu kommt ein Pouf, der als Eckelement eingesetzt werden kann, aber ebenso eigenständig als Sitzbank, zusätzliche Sitzgelegenheit oder Fußablage funktioniert.

Ein integrierbarer kleiner Tisch schafft zudem eine Ablagefläche, ohne die Leichtigkeit der Komposition zu stören.
Damit lässt sich Brezza Relax je nach Raum immer wieder neu zusammensetzen. Das Möbel gibt keine bestimmte Nutzung vor – vielmehr passt es sich ihr an.
Komfort wird informeller
Das passt zu einer Entwicklung, die im zeitgenössischen Interior Design immer sichtbarer wird. Polstermöbel werden großzügiger, weicher und weniger repräsentativ. Statt einer perfekten Sitzlandschaft geht es zunehmend um Komfort, Beweglichkeit und darum, Räume unterschiedlich nutzen zu können.


Das Wohnzimmer ist längst nicht mehr ausschließlich Wohnzimmer. Hotel-Lobbys werden zu Aufenthalts- und Arbeitsorten, Büros bekommen Lounge-Charakter und Hospitality Interiors orientieren sich stärker am privaten Wohnen.
Brezza Relax Indoor bewegt sich genau zwischen diesen Welten.
Mit einer Höhe von nur 70 Zentimetern bleibt das Lounge-Chair-Modul bewusst niedrig und entspannt. Die voluminösen Kissen stehen dabei im Kontrast zur reduzierten Konstruktion – ein Zusammenspiel, das dem Entwurf seine visuelle Leichtigkeit gibt.
Ein Möbel auf Wanderschaft
Vielleicht ist gerade seine Herkunft das Interessanteste an Brezza Relax Indoor. Normalerweise werden Möbel für den Innenraum adaptiert, damit sie draußen bestehen können. Hier funktioniert die Bewegung in die andere Richtung.
Ein Outdoor-Möbel zieht ins Haus.

Und bringt etwas von der Ungezwungenheit des Lebens im Freien mit.
So kann Brezza Relax Indoor im privaten Wohnzimmer ebenso seinen Platz finden wie in Hotelhallen, Lounges, Coworking-Spaces oder Büros. Nicht weil diese Räume gleich geworden wären, sondern weil wir sie heute weniger streng voneinander trennen.
Vielleicht liegt genau darin die zeitgemäße Qualität des Entwurfs: Brezza Relax Indoor definiert nicht, wie ein Raum genutzt werden soll. Es lässt dem Raum – und den Menschen darin – die Freiheit, das selbst zu entscheiden.







