Wie es aussieht, wenn ein tropischer Garten am Strand das Beste aus zwei Welten vereint, zeigt das britische Architekturbüro Foster + Partners mit dem Entwurf des Projekts TEMPO Hotel and Residences in Brasilien.
Die Praia Brava – ein Strand im sonnigen Süden Brasiliens. Aufgrund des hohen, starken Wellengangs ist der Abschnitt an der Atlantikküste ein Magnet für Surfbegeisterte aus aller Welt, die hier Jahr für Jahr angeschwemmt werden. Wörtlich übersetzt bedeutet Praia Brava so viel wie wilder Strand. Vielleicht ist es deswegen auch kein Zufall, dass das Londoner Prestige-Architekturbüro Foster + Partners mit dem Urlaubsresort namens TEMPO Hotel and Residences genau hier, im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, ein Stück Wildnis an den Strand bringen will.

Mit dem Projekt des renommierten Studios mit Hauptsitz in London, das dieses in Zusammenarbeit mit dem Immobilienentwickler MUZE Real Estate Development realisiert, sollen ein Hotel und für Gäste, die so gar nicht mehr aus dem Strandparadies wegwollen, luxuriöse Apartmentwohnungen entstehen. Wobei sich das Motto der Hotelbetreiber im Namen ihres Resorts widerspiegelt: Denn anders als im Deutschen wird das Wort „Tempo“ im portugiesischen weniger mit Geschwindigkeit und Stress, sondern viel eher mit Rhythmus oder Takt in Verbindung gebracht. Geht es nach den Verantwortlichen, sind also all jene, die der Alltagshektik entkommen wollen und den Gleichklang mit der Natur suchen, hier offenbar an der richtigen Adresse.
Oase am Strand
Das architektonische Konzept der Anlage wiederum beschreibt David Summerfield, Head of Studio bei Foster + Partners, wie folgt: „Das TEMPO Hotel fängt die lebhafte Atmosphäre des pulsierenden Küstenortes ein.“ Die Verbindung zur Natur erklärt sich an der Stelle schon fast von selbst. Umgeben von hohen Palmen und dem dichtbepflanzten Garten geht das TEMPO-Areal eine perfekte Symbiose mit den waldigen Hügeln in der Umgebung ein und bietet eine schattige Verlängerung des angrenzenden Sandstrandes.


Im Zentrum steht – auch im wörtlichen Sinne – der üppige Garten des Resorts. Als identitätsstiftendes Grundkonzept der Anlage ist es daher auch wenig überraschend, dass beide Gebäude dieser tropischen Oase zugewandt sind. Selbst die Terrassen und Balkone der Apartments und Hotelsuites, die ihrerseits ohnehin bereits vor dichtem Grün geradezu überquellen, sind so platziert, dass jede der Freiflächen den perfekten Blick über den Garten – und das Meer – gewährleisten.
Rückzugsort
Die Anlage besteht aus einem Gebäude, in dem die Hotelsuites untergebracht werden sollen, sowie einem zweiten Gebäude im selben Stil, das die Luxusapartments beherbergen wird. Im Erdgeschoss des Hoteltrakts befinden sich zusätzlich eine Lobby, ein Parkservicebereich sowie ein Restaurant. Von hier aus führt der Weg durch das Gelände. Über schattige Naturpfade gelangt man zwischen blühenden Bäumen und Wasserinstallationen zu den Pools mit Pavillons und schließlich an den Strand.
Als Erweiterung der Strandpromenade soll mit dem dichten Garten ein Rückzugsort, ein Bereich zur Entspannung entstehen, der das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner steigern soll.

Mit dem Entwurf des TEMPO Hotel entsteht in Brasilien nun eine Anlage, die sich in eine Reihe ähnlicher, erfolgreicher Projekte des Londoner Architekturstudios eingliedern wird. Ähnliche Beispiele lieferten Foster + Partners vor nicht allzu langer Zeit schon mit The Lana and The Lana Residences in Dubai oder The Forestias in Bangkok. Bis das Hotel und die Apartments bezugsfertig sind, braucht es aber noch ein bisschen Geduld – die planmäßige Eröffnung soll erst im Jahr 2029 stattfinden.
Text: Rabea Scheger
Bilder: Foster + Partners, Elephant Skin









