Mit Braid erschaffen die polnischen Filmemacher Mateusz Miszczynski und Maria Słabek ein sensibles filmisches Porträt über Schwesterliebe, Erwachsenwerden und die leisen Schmerzen des Abschieds. Im Mittelpunkt stehen die belarussischen Schwestern Anastasiia und Polina, deren Beziehung von Nähe geprägt ist – und von der Distanz, die entsteht, als die ältere Schwester Minsk verlässt, um in Warschau ein neues Leben zu beginnen.
Zwischen dokumentarischer Beobachtung und poetischer Bildsprache entfaltet sich ein intimer Blick auf das fragile Gefühl des Loslassens. Der titelgebende Zopf wird dabei zum stillen Symbol der Verbindung zwischen den beiden Schwestern – wie ein unsichtbarer Faden, der Erinnerung, Herkunft und Zugehörigkeit zusammenhält.
Gedreht auf 35mm, verbindet Braid natürliche Alltagsmomente mit einer beinahe märchenhaften Atmosphäre. Miszczynski und Słabek verweben magischen Realismus mit echten biografischen Erfahrungen und schaffen so einen Film, der zugleich zart, melancholisch und universell wirkt.
Es ist ein Werk über das Erwachsenwerden, über Sehnsucht nach einem besseren Leben – und über die emotionale Kraft familiärer Bindungen, die selbst Grenzen und Zeit überdauern.
Über NOWNESS
NOWNESS gilt seit Jahren als eine der stilprägendsten Plattformen für visuelles Storytelling an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Fashion und Film. Mit kuratierten Kurzfilmen und dokumentarischen Arbeiten schafft NOWNESS Raum für emotionale, ästhetisch anspruchsvolle Geschichten, die oft leise erzählt werden – und gerade dadurch lange nachwirken.







