HOTEL SCHANI SALON: salonkultur

Hotel Schani Salon, Wien/Österreich, Foto by Gregor Hofbauer Hotel Schani Salon, Wien/Österreich, Foto by Gregor Hofbauer

Text by Nina Prehofer


Der Wiener Hotelier Benedikt Komarek interpretiert in seinem neuen Hotel Schani Salon nicht nur den Jugendstil neu, sondern transformiert gleichzeitig die Wiener Salonkultur in die heutige Zeit.

Vor über hundert Jahren blühte die Salonkultur der Wiener Gesellschaft. Man traf sich, um sich in einer geselligen Art der Kommunikation über Themen der Zeit auszutauschen und zu philosophieren. Salons wie der von Berta Zuckerkandl waren berühmt und bei ihr traf sich alles, was Rang und Namen hatte. „Diese Art der Salonkultur besteht heute nicht mehr. Man trifft sich meist an anderen Orten wie Bars oder Restaurants oder im Freibereich. Der österreichischen Kultur geblieben ist aber sicherlich die Lust am Diskurs in einer entspannten Atmosphäre“, beschreibt Benedikt Komarek. So war es dem Hotelier ein Anliegen, in seinem kürzlich eröffneten Hotel Schani Salon einen Ort zu schaffen, wo man dieser Leidenschaft nachgehen kann: eine sehr heimelige Bar, die einem das Gefühl vermittelt, bei Freunden auf Besuch zu sein und exklusiv nur für Hotelgäste zugänglich ist.

Da trifft es sich gut, dass das Hotel Schani Salon in ein Haus mit Geschichte eingezogen ist. Das an der Wiener Mariahilferstraße gelegene Haus wurde von der bekannten Familie Wittgenstein – namhafte Kaufleute, Industrielle, Musiker, Mäzene und Philosophen gingen aus ihr hervor – kurz nach der Jahrhundertwende erbaut. Dem äußeren Anschein nach klassisch wie ein Wiener Zinshaus, doch gebaut eher wie ein modernes Gebäude in New York zur damaligen Zeit mit viel Stahlbeton.

In einer Etage haben wir unseren ‚Salon‘ verwirklicht. Wir wollten uns an den Jugendstil, die Belle Epoque und die Familie Wittgenstein anlehnen, haben es aber erstmal total entkernt und erneuert.

lacht Komarek.
Zimmer, Foto by Gregor Hofbauer

Neuinterpretation des Jugendstils

„Wir haben uns an der Geradlinigkeit orientiert und einzelne Stilelemente herausgenommen. Bei uns findet man Thonet-Möbel, Stein, Glas, Holz und viele schöne Stoffe. Mit klassischem Carrara-Marmor und Fischgrätböden, wie man ihn aus den alten Wohnungen des Bürgertums kennt, konnte trotzdem ein moderner Look erzielt werden.“ Denn an Modernität und Funktionalität darf es in den Hotels von Benedikt Komarek nicht fehlen, stehen sie doch seit der Eröffnung des ersten Hotels Schani am Wiener Hauptbahnhof für „smarte“ Hotellerie. Dort gibt es mittels „mobile key“ die Möglichkeit des selbstständigen Checkins. Auch im Schani Salon wird bald auf „mobile key“ umgestellt. Die Zimmer sind großzügig mit Steckdosen ausgestattet, bieten wireless charging für Telefone und Smart TV. Es gibt viele Ablagemöglichkeiten, große Duschen, eine separate Toilette und Plätze zum Arbeiten.

Die Namensgeber der Zimmer sind Sigmund Freud, Otto Wagner, Egon Schiele und Gustav Klimt.

Zu Otto Wagner, mit ihm kann ich mich gut identifizieren. Er hat Wien mit seiner Architektur, die sich wie ein roter Faden durch die Stadt zieht, Authentizität gegeben. Auch wir versuchen, neue Wege zu gehen und nicht ‚more of the same‘ zu produzieren.

Komarik auf die Frage, zu welchem der Künstler er sich am meisten hingezogen fühlt
Hotel Schani Salon, Foto by Gregor Hofbauer

Und mit „wir“ meint er, dass seine Hotels familiengeführt sind. Ein wesentlicher Aspekt des Hauses, der wohl auch zur Wiener Gemütlichkeit beiträgt.


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