amo ergo sum: La Biennale Arte 2019

art Renate Bertlmann, Photo: Sophie Thun

Bis zum 24. November ist Venedig noch spannender, noch reicher und noch lohnender für einen Abstecher.

Bis dahin läuft die 58. Biennale, die heuer unter dem Titel „May You Live in Interesting Times“ (Mögest du in interessanten Zeiten leben) steht.

Österreich-Pavillon

Eine ähnlich zweideutige Botschaft sendet die österreichische Künstlerin Renate Bertlmann, die den Österreich-Pavillon mit dem Schriftzug „Amo ergo sum“ (Ich liebe, also lebe ich) und einem Garten aus 312 gläsernen, roten Rosen gestaltet hat.

Fotos: Sophie Thun

Nur auf den ersten Blick ist das Werk lieblich. Aus den Blüten ragen spitze Messerklingen.

Streetart-Künstler

Einen inoffiziellen Beitrag zur Biennale leistete der britische Streetart-Künstler Banksy: ein Graffito, das ein Kind mit Rettungsweste und Seenotfackel zeigt. Angebracht ist das Kunstwerk an einer Hauswand über einem Kanal im Universitätsviertel – und liefert noch einen Grund, sich abseits der Touristenrouten umzusehen.

Banksy
Artwork by street artis Banksy

Gerade dort, wo die Einheimischen fast unter sich bleiben, gibt es noch das authentische Venedig zu finden. Selbst wenn das Banksy-Graffito wie so viele abgetragen wird, stößt man in den engen Gassen und den weniger frequentierten Kanälen auf die Geheimnisse der „Serenissima“ – und sei es nur eine wirklich gute Bar.


TIPS

Schlafen

HOTEL VILLA PANNONIA
Das Lifestylehotel befindet sich am Lido di Venezia und bietet die perfekte Kombination aus Strand- und Stadturlaub. Und weil man Venedig niemals nur als Tagestourist bereisen sollte, sei diesem empfohlen, gleich länger zu bleiben. Auch weil es einfach so schön ist.

Food and Drinks

OSTERIA ALL’ARCO
Herrliche Cicchetti wie Panini un Crostini mit Baccala, Sardinen in Saor, getrüffelten Pilzen und vielem mehr. Ein oder zwei Gläschen Prosecco dazu und es lebt sich beschwingter. Sestiere San Polo, 436 (Calle dell’Occhialer), 30125 Venedig

HARRY’S BAR
Zugegeben, ein Klassiker und kein Geheimtipp. Dennoch – die Bar, in der der Bellini erfunden wurde, ist einfach ein zu schöner Ort, um nich hinzugehen. Das Essen ist zwar nicht ganz billig, aber beständig gut. Man sollte versuchen, einen Tisch unten im Barbereich zu bekommen.
Calle Vallaresso, 1323, 30124 Venedig