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Between Waters: Wie Bad Gastein zum Resonanzraum für zeitgenössische Kunst wird

Zwischen Wasser, Fels und Vorstellungskraft verwandelt sommer.frische.kunst. Bad Gastein erneut in einen der faszinierendsten Kunstorte des Alpenraums. Die Ausgabe 2026 steht unter dem Titel „Between Waters“ und erkundet das Wasser nicht nur als Naturphänomen, sondern als Metapher für Bewegung, Wandel und Verbindung.

Es gibt Orte, deren Identität sich kaum von ihrer Landschaft trennen lässt. Bad Gastein ist ein solcher Ort. Der Wasserfall, die heißen Quellen, die dramatische Topografie und die besondere Mischung aus alpiner Natur und historischer Architektur prägen seit Jahrhunderten die Wahrnehmung des Kurorts.

Fotograf:in: Jason Houzer Bildrechte: Jason Houzer

Genau hier setzt das Kunst- und Kulturfestival sommer.frische.kunst. an. Unter der künstlerischen Leitung von Andrea von Goetz widmet sich die 16. Ausgabe des Festivals dem Thema „Between Waters: Zirkulation, Reflexion und Imagination“ und macht den gesamten Ort vom 11. Juni bis 30. August 2026 zur Bühne für internationale Gegenwartskunst.

Wasser als Symbol einer Welt in Bewegung

„Panta Rhei – alles fließt“ lautet eine der ältesten philosophischen Erkenntnisse Europas. Kaum ein Ort macht diesen Gedanken so unmittelbar erfahrbar wie Bad Gastein.

Das diesjährige Festival versteht Wasser nicht nur als lebensspendende Ressource, sondern als kulturelle, politische und poetische Kraft. Es wird zum Ausgangspunkt für künstlerische Arbeiten über Veränderung, Kreisläufe, Erinnerung und Zukunft.

Mit diesem kuratorischen Ansatz öffnet sommer.frische.kunst. einen Raum für neue Perspektiven auf eine Welt, die sich permanent im Wandel befindet.

Künstlerische Produktion direkt am Wasserfall

Ein Herzstück des Festivals bleibt das internationale Artist-in-Residence-Programm im historischen Kraftwerk am Wasserfall.

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Acht internationale Künstlerinnen und Künstler arbeiten mehrere Wochen vor Ort und entwickeln neue, ortsspezifische Projekte, die unmittelbar aus der Begegnung mit Landschaft, Architektur und Geschichte entstehen.

Die Ergebnisse werden erstmals während des Opening Weekends Anfang Juli präsentiert und machen Bad Gastein selbst zum Teil der künstlerischen Erzählung.

Ein Wochenende zwischen Kunst, Architektur und alpiner Energie

Den offiziellen Auftakt bildet das Opening Weekend von 2. bis 5. Juli 2026.

Bereits am ersten Abend präsentiert der mexikanische Künstler Claudio Limón im Hotel Miramonte eine eigens entwickelte Ausstellung in Kooperation mit dem STRAAT Museum Amsterdam. Seine Arbeiten übersetzen die Energie der Gasteiner Bergwelt in eine zeitgenössische visuelle Sprache zwischen Street Art und poetischer Abstraktion.

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Am folgenden Tag führt die Kaiser-Wilhelm-Promenade zum Radon Pavillon, wo die Künstlerin Nives Widauer ihre textilen Arbeiten zeigt. Inspiriert von Flüssen, Strömungen und natürlichen Bewegungsformen verbinden ihre Werke Materialität mit erzählerischer Leichtigkeit.

Kunst zieht ins Grand Hotel Astoria ein

Zu den spannendsten Neuerungen zählt die Premiere von ASTORIA curated x art:badgastein.

Das ehemalige Grand Hotel Astoria wird für wenige Tage zu einem offenen Ausstellungsraum, in dem dreizehn internationale Galerien und fünf Solo Artists historische Zimmer, Salons und Säle bespielen.

Dabei entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Architektur, Design, Kunst und Sammlerkultur. Das traditionsreiche Haus wird zum Experimentierraum für neue Formen des Ausstellens und Begegnens.

Bad Gastein als Ort der Transformation

Neben den während der Residency entstandenen Arbeiten werden auch internationale Positionen von Künstlern wie Julius von Bismarck, Mischa Leinkauf und Leonor Serrano Rivas präsentiert, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Wasser auseinandersetzen.

Fotograf:in: HannesWichmann Bildrechte: HannesWichmann

Ergänzt wird das Programm durch die poetischen Teppicharbeiten von Holger Schmidhuber. Seine Serie Bad Gastein Energies basiert auf Texten, die während seiner Aufenthalte am Wasserfall entstanden sind und die besondere Atmosphäre des Ortes in eine visuelle Form übersetzen.

Ein Sehnsuchtsort zwischen Natur und Kultur

Was sommer.frische.kunst. seit Jahren von vielen Kunstfestivals unterscheidet, ist die enge Verbindung von Ort und Inhalt. Die Ausstellungen verteilen sich nicht auf neutrale White Cubes, sondern durchziehen Hotels, historische Gebäude, öffentliche Räume und Landschaften.

So wird Bad Gastein selbst zum Ausstellungsraum – und die Begegnung mit Kunst zu einer Bewegung durch den Ort.

Zwischen Wasserfall und Belle Époque, zwischen alpiner Wildheit und zeitgenössischer Reflexion entsteht ein kultureller Resonanzraum, der weit über klassische Ausstellungserlebnisse hinausgeht.

Sommer.frische.kunst. 2026 zeigt eindrucksvoll, dass Kunst nicht nur betrachtet werden will. Manchmal muss man sie durchwandern.

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