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NOWNESS Shorts: Niño

Zwischen Staub und Stille – Eine Kindheitserinnerung im Schatten der Krise

Ein Junge begibt sich auf eine stille, beinahe mystische Reise durch die karge Peripherie Madrids – auf der Suche nach Antworten zwischen Leben und Tod.

In Niño, dem eindringlichen Kurzfilm von Regisseur Alberto Allica für NOWNESS, verschmelzen persönliche Erinnerung und kollektive Geschichte zu einer poetischen Parabel über Vergänglichkeit und Identität.

Vor dem Hintergrund der spanischen Finanzkrise 2008 erzählt der Film von einem Jungen, der nach der Begegnung mit seinem sterbenden Großvater allein ins Unbekannte aufbricht. Die verlassenen Gebäude und Zeichen des wirtschaftlichen Verfalls rund um das Haus seiner Großeltern spiegeln die innere Leere und Orientierungslosigkeit wider, die ihn umgibt.

Doch jenseits von Betonruinen und Trockenheit offenbart sich eine andere, fast übernatürliche Welt: Zwischen Unkraut, Insekten und Eidechsen entdeckt er eine fragile, doch kraftvolle Lebendigkeit. Die Natur wird zum Resonanzraum seiner Fragen – und zum stillen Lehrmeister über Werden und Vergehen.

„Als Kind fuhren meine Eltern oft zu einem Landhaus am südlichen Rand Madrids, das meine Großmutter mit ihrer Familie teilte. Unter der unerbittlichen Sonne wirkte die Außenwelt wie ein fremdes Reich – voller geheimer Orte, manchmal magisch, manchmal bedrohlich.“

Ko-produziert von Black Dog Films und Corte A Films, verbindet Niño Elemente spanischer Mystik mit magischem Realismus. Allica greift auf die Symbolik seiner Heimat zurück und reflektiert die Entfremdung eines Landes im wirtschaftlichen Umbruch.

Dabei entsteht ein vielschichtiges Porträt über das Gefühl von „Zuhause“ – besonders dann, wenn Vertrautheit zu zerbrechen scheint. Der Film ist eine visuelle Meditation darüber, wie wir Identität bewahren, wenn äußere Sicherheiten verschwinden.

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