Land und Meer als Anker der Identität: Im vietnamesischen Küstendorf Thài An erzählt der Kurzfilm NỐI:BOND von der tiefen Verbindung zwischen Mensch, Natur und Herkunft – und davon, wie der Klimawandel traditionelle Lebensweisen neu formt.
Eine Reise in den Süden Vietnams wird zur stillen Reflexion über Zugehörigkeit, Erinnerung und die unsichtbaren Fäden, die Menschen mit ihrem Ursprung verbinden.
Mit NỐI:BOND begeben sich der französische Filmemacher Cyril Catan und die vietnamesisch-französische Creative Director Claire Duc in das Küstendorf Thài An in der Gemeinde Vĩnh Hải. Ihr Film ist weniger eine klassische Dokumentation als vielmehr eine poetische Annäherung an die Frage, was uns mit unserer Heimat verbindet.
Geprägt vom Rhythmus der Gezeiten und getragen von tief verwurzelten Traditionen zeigt sich Thài An als ein Ort, an dem Mensch und Natur in feiner Balance existieren. Doch diese Harmonie ist fragil: Der Klimawandel verändert die Bedingungen des Lebens, fordert Anpassung und lässt alte Praktiken in neuem Licht erscheinen.
Im Zentrum des Films steht das Gedicht „Cho Và Đi“ des vietnamesischen Dichters Inrasara. Es dient als erzählerischer Leitfaden und eröffnet einen Blick auf ein Gefüge, in dem jedes Handeln mit dem nächsten verbunden ist – vom Auswerfen der Fischernetze bis zur Arbeit auf den Feldern.
Visuell übersetzt NỐI:BOND diese Zusammenhänge in kunstvolle Installationen aus Alltagsgegenständen und Textilien. Sie spiegeln die essenziellen Rollen innerhalb der Dorfgemeinschaft wider und verdeutlichen die untrennbare Bindung an das Land der Vorfahren.
„Eine Hommage an die Harmonie zwischen Mensch und Natur – NỐI:BOND webt feine Fäden von Herz zu Herz und verankert die Seele im Flüstern der wilden Natur.“
– Claire Duc
So entsteht ein sensibles Porträt eines Ortes, an dem Identität nicht nur entsteht, sondern kontinuierlich weitergegeben wird – als Vermächtnis für kommende Generationen.







