Natürlich ließe sich der Küglerhof einfach beschreiben. Noch schöner ist es jedoch, das kleine Boutiquehotel in Südtirol oberhalb von Meran mit allen Sinnen zu erfassen.

Und jene unscheinbaren Details hervorzuheben, die verborgen bleiben, wenn man ihnen nicht bewusst Aufmerksamkeit schenkt. Was also können wir hier, in Karoline Dilitz’ Refugium, sehen, riechen, schmecken, fühlen und hören?

Sehen
Meran liegt einem zu Füßen, dahinter die Berge, darüber der Himmel. Dem Ausblick entkommt man nicht. Er raubt einem den Atem und befriedigt die Sehnsucht nach Weite. Und doch sieht man in ihm stets etwas Neues. Je nach Jahreszeit ist er weich, klar oder dramatisch. Manchmal grau oder blau, dann wieder rosa oder golden.
Was draußen beginnt, setzt sich drinnen fort. Viele Fenster, Licht und klare Linien. Alte Mauern treffen auf moderne Architektur. Einladende Sitzgelegenheiten sind Inseln der Stille, der Gedanken und Konversation. Kunst und Designobjekte erzählen Geschichten.
Der Küglerhof strahlt Ruhe aus und gleichzeitig Leben. Herzliche Mitarbeiter*innen, die sich leise bewegen. Gäste mit einem Cappuccino auf der Terrasse oder einer Tageszeitung in der Hand. Paare, die genießen. Wanderer, die aufbrechen. Und wieder ankommen, um durchzuatmen.


Riechen
Wäre der Küglerhof ein Parfum, so würde er nach Bergluft, warmem Holz und Blumenwiese riechen. Warme Sonne trifft auf Holz. Das Gras ist frisch gemäht. Ein Duft nach Kräutern und Erde, nach feuchter Herbstluft oder frühlingshaften Apfelblüten liegt in der Luft.
Es riecht nach Kaffee und Küglerhof-Kerzen, nach frischer Wäsche und Freiheit. Aus der Küche entfalten sich Aromen zwischen italienischer Leichtigkeit und Südtiroler Bodenständigkeit: Brühe, Kräuter und Butter, manchmal duftet es süß nach Gebäck, manchmal herzhaft nach Braten.


Schmecken
Einen Signature Dish gibt es nicht. Alles schmeckt nach Liebe. Das hausgemachte Brot. Die Pasta. Es sind einfache Gerichte mit besten Zutaten. Warm, rund, ausgewogen und ehrlich. Im Frühling nach viel Grün und Kräutern. Im Sommer leicht und frisch, beerig und süß. Im Herbst ein bisschen schwerer, nach Braten und Knödeln, Kastanien und Äpfeln. Ein Südtiroler Blauburgunder gehört immer dazu. Es mundet im Küglerhof.


Fühlen
Im Winter wirkt der Ort still und kühl, fast ein wenig verlassen. Dann kehrt Ruhe ein. Mit dem Frühling jedoch, durch Sommer und Herbst hindurch, füllt er sich spürbar mit Leben. Offen, leicht, lebendig, trubelig und gesellig. Ganz natürlich. Es ist eine Einladung, barfuß über Steine und durch grünes Gras zu gehen. Das kühle Wasser auf der Haut zu spüren, wenn man in den Pool gleitet – und dieses feine Prickeln, wenn man wieder auftaucht. Es ist auch eine Einladung, sich einhüllen zu lassen: von der wohltuenden Wärme der Sauna, von einer Tasse Kaffee, von Decken auf der Terrasse und von der besonderen Stimmung im Haus.
Dass die Gäste sich wohlfühlen, das spürt man. Sie sagen es meist, was ein schönes Kompliment ist. Sie verweilen, sie genießen und viele kommen immer wieder. Die Verbindung beginnt spätestens mit dem Händedruck bei der Begrüßung.



Hören
Um sechs Uhr morgens ist es noch still. Vögel zwitschern leise, der Nachbarshahn kräht. Erste Schritte sind auf dem Kies zu hören. In der Ferne klingen Kuhglocken. Und hier und da ein Sprung in den Pool. Tassen klirren. Eine Boccia-Kugel rollt dumpf über die Wiese, stößt an eine andere, dann Stille.
Beim Blick in die Weite hört man das Einatmen der Gäste – und das noch tiefere Ausatmen. Drinnen erklingt leise Musik. Draußen jedoch spielt die Natur ihre eigene.
Gegen Abend knackt das Feuerholz im Kamin. Gespräche werden leiser, intimer. Und vor dem Schlafengehen liegt noch ein herzliches „Gute Nacht“ oder „Buona Notte“ in der Luft.

Küglerhof is a member of Lifestylehotels
Fotocredits: Gerd Eder; Küglerhof






