Eine Liebeserklärung an Neapel – zwischen Feuer, Glaube und Fußball
Neapel ist kein Ort der leisen Zwischentöne. Die Stadt lebt, vibriert, explodiert – getragen von der Energie des Vulkans, der sie überragt: dem Vesuv, von den Einheimischen ehrfürchtig Signore, der Herr der Natur, genannt. Mehr als drei Millionen Menschen teilen hier einen Alltag, der sich anfühlt wie ein permanenter Dialog mit der Unberechenbarkeit des Lebens. Vielleicht ist es genau diese Nähe zur Gefahr, die Neapel so intensiv, so unmittelbar macht.
In den elektrischen Blautönen der Straßenschreine, im Schimmern des Golfs von Neapel, im Dröhnen der Motorroller und in der kompromisslosen Leidenschaft der Fußballfans verdichtet sich der Charakter dieser Stadt. Chaos und Schönheit existieren hier nicht nebeneinander – sie sind untrennbar.
„Ich wollte diese vibrierende, unmögliche Stadt in ihrem heiligsten Moment einfangen. Wenn Feuer jederzeit ohne Vorwarnung aus dem Boden brechen kann, lebt man vielleicht anders. Ohne Helm. Mit mehr Dringlichkeit, mehr Fülle, mehr Gefühl.“
Mit Sotto Il Vesuvio fängt Regisseur Kevin Koch Neapel auf 16mm-Film ein – körnig, roh und voller Emotion. Gedreht während der ausgelassenen Straßenfeiern zum Heimsieg des SSC Napoli gegen Cagliari im August 2025, wird Fußball zur Religion und Diego Maradona zur allgegenwärtigen Ikone. Ein Film über eine Stadt, in der Glaube und Aberglaube ineinanderfließen – und das Leben immer am Limit pulsiert.
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