Der ungarische Künstler David Ariel Szauder (*1976) zählt zu den faszinierendsten Stimmen der zeitgenössischen Medienkunst – ein Grenzgänger zwischen Technologie, Kulturgeschichte und digitalen Erzählformen. Geboren in Ungarn, studierte Szauder Kunstgeschichte an der Eötvös Loránd Universität und Intermedia an der Ungarischen Hochschule für Bildende Künste in Budapest. Seine akademische Ausbildung setzte er mit einem Masters Fellowship an der School of Arts, Design and Architecture der Aalto Universität in Helsinki fort. Szauders künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von digitaler Collage, virtueller Realität, interaktiven Installationen und künstlicher Intelligenz. Er versteht Technologie nicht nur als Werkzeug, sondern als ästhetischen und konzeptuellen Partner in der künstlerischen Auseinandersetzung.


Historische Wurzeln – neue Visionen
Ein wiederkehrendes Motiv in Szauders Arbeiten ist die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart: In Projekten wie der Super-8-Reanimation, bei der er historische Familienfilme seines Großvaters in surreale visuelle Erlebnisse verwandelt, verschmilzt er erinnerte Geschichte mit imaginärer Bildwelt. Gleichzeitig reflektiert seine Kunst die gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit – Grenzen, Identität, Erinnerung und mediale Wahrnehmung werden in Werken wie Bestiarium oder Folkloric Robots eindrucksvoll erkundet, die Realität und Fiktion miteinander verschränken.


Lehre, Forschung & internationale Präsenz
Szauder ist nicht nur als Künstler aktiv, sondern auch als Lehrender und Kurator. Seit 2023 unterrichtet er KI-basierte Kurse an der berühmten Moholy-Nagy Universität für Kunst und Design in Budapest.

Seine Arbeiten wurden auf bedeutenden internationalen Plattformen präsentiert – darunter im Rahmen des Ars Electronica Festival, wo seine KI-Retrospektive gezeigt wurde, sowie in Ausstellungen in Mailand, Paris und Budapest. Kritiker loben sein Werk für die “unheimliche Kraft” und die ästhetische Tiefe seiner digitalen Bildwelten.
Einfluss & Bedeutung
David Szauder steht beispielhaft für eine neue Generation von Künstler*innen, die sich nicht zwischen Kunst und Technologie entscheiden, sondern beide Disziplinen miteinander verschränken. Seine Werke eröffnen einen kritischen Blick auf die Rolle von Medien, Erinnerung und künstlicher Intelligenz in einer zunehmend digitalisierten Welt.







